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Von Kultur darf niemand ausgeschlossen werden

Von Kultur darf niemand ausgeschlossen werden

„Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere eigentliche innere Überlebensfähigkeit sichert.“

Liebe Leser,

die Rede, die der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker bei der Entgegennahme der Denkschrift „Kultur in Berlin“ am 11. September 1991 hielt und aus der wir kleine aber ungemein wichtige Ausschnitte bringen, hat auch nach über einem Vierteljahrhundert nichts von ihrer Gültigkeit verloren.

Er sagte damals:
„(. . .) Kultur kostet Geld. Sie kostet Geld vor allem auch deshalb, weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. Vor ein paar Jahren, eben hier in Berlin, habe ich bei einer Ansprache vor dem Deutschen Bühnenverein ausgeführt, dass Kultur nicht etwas sein darf, was die öffentlichen Hände nach Belieben betreiben oder auch lassen dürfen. Substanziell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe der öffentlichen Haushalte zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Es ist grotesk, dass wir Ausgaben im kulturellen Bereich zumeist „Subventionen“ nennen, während kein Mensch auf die Idee käme, die Ausgaben für ein Bahnhofsgebäude oder einen Spielplatz als Subventionen zu bezeichnen. Der Ausdruck lenkt uns in die falsche Richtung. Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere eigentliche innere Überlebensfähigkeit sichert.“

Kultur und selbstverständlich auch die Bildung sind die Fundamente unserer Gesellschaft. Wer hier zu viel spart, riskiert nicht weniger als den Wohlstand und Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Wohin Kreativität führen kann, zeigen wir in der Good News über Organe aus dem 3D-Drucker. Im Gegensatz zeigen wir am Beispiel des Museums Morsbroich, wie schwer es ist, Kultur zu erhalten.
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Und wen würde überraschen, wenn Apple auch Pizza kann?

Genießen Sie das Wochenende. Sehr herzlich, Ihre Herausgeber.

Foto: pixabay / lapping
Datterichbrunnen, Darmstadt, Hessen

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